Pflegeleitbild

Als eine Einrichtung der EV. Kirchengemeinde Niestetal orientieren wir uns an dem Leitbild unseres Trägers.

„Wir pflegen, betreuen und beraten Menschen in ihrer häuslichen Umgebung, unabhängig von ihrer kirchlichen Zugehörigkeit, ihrer politischen Einstellung und ihrem sozialen Status. Wir gehen in unserem Handeln auf die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der zu Pflegenden und deren Angehörige ein.

Getreu diesem Anspruch werden durch unser Team von Pflegedienstleiterin, Krankenschwestern, Kinderkrankenschwestern, Altenpflegerinnen, Familienpflegerinnen, geschulten Pflegehilfskräften, AltenpflegeschülerInnen und Zivildienstleistenden alte, kranke und behinderte Pflegebedürftige unabhängig von ihrer Konfession, Hautfarbe und Kulturkreis pflegerisch und medizinisch versorgt.

Durch den veränderten Pflegeprozess und der Pflegedokumentation nach sechs Themenfeldern wird die fachliche Kompetenz der Pflegefachkräfte und Pflegekräfte gestärkt. Unser Pflege- und Qualitätsmanagement wird durch das  neue Pflegekonzept verbessert. Uns ist wichtig, dass die Selbstbestimmung und die Verständigung mit der pflegebedürftigen Person sowie die Förderung und Fachlichkeit der Pflegenden den Schwerpunkt unseres täglichen Tuns sind.

 

Die Prinzipien der sechs Themenfelder sind:

1. Kognitive und kommunikative Fähigkeiten:
Inwieweit ist die pflegebedürftige Person in der Lage, sich zeitlich, persönlich und örtlich zu orientieren und zu interagieren sowie Risiken und Gefahren, auch unter Beachtung von Aspekten des herausfordernden Verhaltens, zu erkennen?

2. Mobilität und Beweglichkeit:
Inwieweit ist der Klient in der Lage, sich frei und selbständig innerhalb und außerhalb der Wohnung, bzw. des Wohnbereiches, auch unter Beachtung von Aspekten des herausfordernden Verhaltens, zu bewegen?

3. Krankheitsbezogene Anforderungen und Belastungen:
Inwieweit liegen krankheits- und therapiebedingte sowie für Pflege- und Betreuung relevante Einschränkungen bei der pflegebedürftigen Person vor?

4. Selbstversorgung:
Inwieweit ist die Fähigkeit der pflegebedürftigen Person zur Körperpflege zum Kleiden, zur Ernährung und zur Ausscheidung eingeschränkt?

5. Leben in sozialen Beziehungen:
Inwieweit kann der Klient Aktivitäten im näheren Umfeld und im außerhäuslichen Bereich selbst gestalten?

6. Haushaltsführung:
Inwieweit kann die pflegebedürftige Person ihren eigenen Haushalt noch selbst oder mit Unterstützung organisieren und bewältigen? Ist eine Abstimmung mit den Angehörigen über ein arbeitsteiliges oder aufgabenorientiertes Vorgehen in der Versorgung notwendig?

 

Pflege, Betreuung und sozialer Beistand bilden eine Einheit. Wir suchen dabei die Kooperation mit Partnern wie mobiler Essensdienst, Fahrdienst, der Sozialstation der Gemeinde Niestetal sowie anderen sozialen Diensten. Enge Zusammenarbeit mit Ärzten, Krankenhäusern, anderen ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen, Alten- und Familienpflegeschulen, Apotheken und Sanitätshäusern, einem Homecare-Unternehmen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit.

Die interne und externe Qualitätssicherung stellt einen Grundpfeiler unserer Arbeit dar. Die Ansprüche des § 80 SGB XI an den Begriff „Pflegequalität“ heißt für uns, die Qualität unserer Arbeit ständig zu überprüfen und zu verbessern. In diesem Zusammenhang begreifen wir die Ausbildung von AltenpflegerInnen in unserem Betrieb als Chance ständig unsere eigenen Kompetenzen nach den neuesten pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen weiterzuentwickeln.